Premier Grand Cru, Bordeaux 750ml Flasche Rotwein
Decanter (Georgina Hindle): 100/100
Jeb Dunnuck: 98/100
Yves Beck: 100/100
Vinous (Neal Martin): 97/100
James Suckling: 99/100
The Wine Cellar Insider (Jeff Leve): 99/100
Wine Maniacs: 100/100
The Wine Independent (Lisa Perrotti-Brown): 98–100/100
The Vintage Journal (Andrew Caillard MW): 97–98/100
Bettane & Desseauve: 97–98/100
Matthew Jukes: 19,5/20
Alexandre Ma: 98/100
Tiefes, undurchdringliches Rubinrot mit violetten Reflexen, fast schwarz im Kern. Die hohe Dichte des Jahrgangs manifestiert sich in einer beeindruckenden, öligen Viskosität am Glas.
Das Bukett entfaltet sich nach kurzer Belüftung zu einem komplexen Kaleidoskop aus dunkler Schokolade, reifen Kirschen, schwarzen Johannisbeeren und Veilchenblüten. Hinzu gesellen sich exotische Nuancen von Rose, Sanddorn und schwarzem Tee. Mit zunehmender Luftentwicklung offenbaren sich mineralische Untertöne von graphitartiger Schieferstruktur, zerstoßenem Stein und eine subtile Meeresbrise, die das einzigartige Kalkstein-Terroir von Saint-Émilion widerspiegeln. Die Röstaromatik der neuen Eichenfässer integriert sich nahtlos mit Noten von Vanille, Zimt und gerösteten Kaffeebohnen.
Die Geschmackspalette reicht von schwarzen Brombeeren und Blaubeeren über Pflaumenkompott bis hin zu graphitischen Mineralien und Tabakblättern. Eine dezente Salinität und Muschelnüancen im Abgang unterstreichen die Verbindung zum kalkhaltigen Untergrund. Der Wein zeigt eine geradlinige, tensile Struktur mit unerringender Symmetrie zwischen Fruchtsüße, Säurefrische und tanninbedingter Tiefe.
Der Abgang ist endlos lang, persistierend und von purer Klasse geprägt. Dunkle Schokolade, Lakritz und graphitische Mineralität begleiten den Gaumen Minuten nach dem Schlucken. Die Rückkehr der Frucht im Nachhall ist beeindruckend – ein Zeichen für die außergewöhnliche Langlebigkeit dieses Spitzenweins.
Trinkfenster:
Obwohl der Wein bereits jetzt durch seine aromatische Offenheit besticht, empfiehlt sich eine Dekantation von mindestens 30 Minuten. Für das volle Erlebnis sollte der Château Angélus 2022 erst ab 2027/2028 konsumiert werden, erreicht jedoch seinen Höhepunkt zwischen 2035 und 2050. Die beste Trinkreife dauert voraussichtlich bis 2070 an.
Mit dem Jahrgang 2022 hat Château Angélus einen Wein geschaffen, der die Herausforderungen eines heißen Klimajahres mit Bravour gemeistert hat. Kraft und Eleganz, Tiefe und Balance – all das vereint sich in einem Grand Cru Classé A, der mit atemberaubender Dichte, aromatischer Klarheit und seidiger Noblesse zu den Besten des Jahrgangs zählt.
Ein großer Saint-Émilion für Bordeaux-Liebhaber, die Weine mit Ausdruck, Finesse und großem Lagerpotenzial schätzen.
Speiseempfehlungen:
Der Château Angélus 2022 ist ein Wein der Superlative – entstanden in einem Jahrgang, der von intensiver Hitze und Trockenheit geprägt war, und der dennoch eine beeindruckende Balance zwischen opulenter Frucht, feiner Struktur und satter Dichte aufweist. Mit seiner tiefgründigen Aromatik, der seidigen, aber kraftvollen Tanninstruktur und der spürbaren Extraktsüße ist dieser Grand Cru Classé A der ideale Begleiter für Gerichte mit reichhaltiger Textur, Röstaromen und komplexer Würze.
Die aromatische Signatur dieses Jahrgangs – geprägt von dunklen Beeren, orientalischer Gewürzwärme und edlem Holz – verlangt nach Speisen, die der intensiven Tiefe des Weins kulinarisch standhalten, ohne sie zu übertönen.
Der 2022er Angélus zeigt sich am besten in Begleitung von geschmorten oder gebratenen Fleischgerichten, die mit konzentrierten Saucen, Röstaromen und langem Nachhall aufwarten. Besonders empfehlenswert:
Diese Gerichte spiegeln die Dichte und Würze des Angélus 2022 ideal wider. Die weiche Gerbstoffstruktur des Weins polstert selbst herzhafte Fleischfasern ab, während die dunkle Frucht Komplexität und Tiefe in den Teller bringt.
Die Kombination aus wärmegeprägter Frucht, Röstaromatik und fleischiger Textur prädestiniert Château Angélus 2022 auch für Gerichte mit Lamm und mediterranen Gewürzen:
Die würzige Kräuterkomplexität der Gerichte unterstreicht die tiefe Frucht und exotische Würze des Weins. Gleichzeitig harmonieren die leicht balsamischen Kräuter wie Rosmarin, Salbei oder Thymian wunderbar mit der Barriquenote und Reife des 2022er.
Château Angélus 2022 ist zwar von Natur aus kraftvoll, doch mit der richtigen Zubereitung lassen sich auch vegetarische Gerichte auf Augenhöhe kombinieren – vor allem dann, wenn sie auf Grillnoten, Pilzen, fermentierten Komponenten oder nussigen Texturen basieren:
Die fleischähnliche Tiefe dieser Gemüseküche trifft auf die komplexe Aromatik und das seidige Volumen des Weins – eine Verbindung mit Substanz, Tiefe und Charakter.
Auch im Käsegang zeigt sich Château Angélus 2022 als beeindruckender Begleiter, vor allem zu würzigeren, lang gereiften Sorten mit nussiger oder leicht salziger Struktur:
Die Kombination aus Reife, Würze und cremiger Textur im Käse verbindet sich perfekt mit der samtigen Tiefe und Fruchtsüße des Weins, besonders im Nachhall. Hier zeigt sich die kulinarische Größe von Angélus 2022 – nicht laut, aber eindrucksvoll und anhaltend.
Der Château Angélus Saint-Émilion 2022 ist ein Wein für die reiche, aromatisch dichte Küche – kraftvoll, extraktreich, gleichzeitig geschmeidig und klar definiert. Seine ideale kulinarische Bühne findet er bei:
Ein Grand Cru Classé A, der seine Herkunft und Klasse nicht durch Zurückhaltung, sondern durch kontrollierte Opulenz ausdrückt – und der mit der richtigen Speisenbegleitung große, sinnliche Genussmomente schafft.
Abfüller: Erzeuger Chateau Angelus, 33330 Saint-Émilion, France



