extra brut, Vallée de la Marne, Champagne 750ml
Wine Advocate: 96+/100
James Suckling: 98/100
Vinous: 97/100
Gault Millau: 92/100
Decanter: 94/100
Ian D'Agata Wine Review: 95/100
Rebsorte(n): Pinot Noir 100%
Die Billecart-Salmon Cuvée Clos Saint-Hilaire 2007 zählt zu den seltensten und charakterstärksten Einzellagen-Champagnern der Champagne. Diese einzigartige Blanc-de-Noirs-Cuvée stammt aus nur einem Hektar Rebfläche in Mareuil-sur-Aÿ und verkörpert die kompromisslose Interpretation von Pinot Noir in seiner reinsten Form.
Mit nur rund 4.800 Flaschen ist der Jahrgang 2007 eine echte Rarität. Wer Billecart-Salmon Clos Saint-Hilaire 2007 kaufen möchte, erwirbt keinen klassischen Jahrgangschampagner, sondern einen terroirgetriebenen Einzelgänger mit enormer Tiefe, 177 Monaten Hefereife und beeindruckendem Entwicklungspotenzial.
Der Clos Saint-Hilaire ist eine vollständig ummauerte, zusammenhängende Parzelle in Mareuil-sur-Aÿ, bepflanzt mit Pinot Noir-Reben aus dem Jahr 1964. Diese Lage ist nicht nur geografisch isoliert, sondern auch vinifikatorisch autark: Die Verarbeitung erfolgt vor Ort, wodurch eine maximale Kontrolle über jeden Schritt der Weinbereitung gewährleistet ist.
Die Besonderheit dieses Clos liegt in seiner konsequenten Philosophie:
Hier entsteht kein Champagner, der auf Breite oder Gefälligkeit setzt, sondern ein charaktervoller, tiefgründiger Blanc de Noirs mit außergewöhnlicher Struktur.
Der Jahrgang 2007 war in der Champagne geprägt von einer ausgewogenen Vegetationsperiode mit moderater Wärme und erhaltener Frische. Diese klimatischen Bedingungen spiegeln sich im Clos Saint-Hilaire 2007 in einer bemerkenswerten Balance aus Reife und Spannung wider.
Die 177 Monate Reife auf der Hefe verleihen dem Wein zusätzliche Komplexität und eine subtile, fast burgundische Textur. Mit einer Dosage von nur 1,9 g/l bleibt die Stilistik kompromisslos trocken und terroirgeprägt.
Das empfohlene Lagerpotenzial liegt deutlich über zehn Jahren – in geeigneten Bedingungen kann dieser Jahrgang noch lange weiter reifen und an Komplexität gewinnen.
Verkostungsnotiz:
Bereits im Glas zeigt sich der Charakter dieses außergewöhnlichen Champagners. Ein intensives Goldgelb mit kupferfarbenen Reflexen kündigt Tiefe und Reife an. Die Perlage ist fein, ruhig und präzise, getragen von der langen Hefelagerung, die dem Wein eine souveräne Gelassenheit verleiht.
Im Duft entfaltet sich eine noble, vielschichtige Aromatik. Die Pinot-Noir-Basis bringt eine ausgeprägte Weinigkeit mit sich, die an große gereifte Weißweine erinnert. Malzige Getreidenoten verbinden sich mit floralen Nuancen von Akazie, Ginster und Orangenblüte. Dazu treten reife Fruchtaromen, die von kandierter Zitrusschale bis zu getrockneten Apfel- und Rhabarbernoten reichen.
Mit zunehmender Belüftung gewinnen würzige Elemente an Präsenz: Anklänge von geröstetem Kaffee, feinem Toast, mildem Tabak und dezenten Gewürzen verleihen dem Bouquet Tiefe und Komplexität. Die mineralische Grundspannung bleibt dabei stets erkennbar und sorgt für Klarheit im Aromenspektrum.
Am Gaumen präsentiert sich der Clos Saint-Hilaire 2007 mit beeindruckender Dichte. Die Textur ist vollmundig, dabei jedoch niemals schwer. Frisch kandierte Zitruszesten, Quittenpaste und Aprikose bilden die fruchtige Basis. Hinzu kommen Noten von Mandelgebäck, Bienenwachs und feiner Röstaromatik.
Die 100-prozentige Fassvinifikation ist spürbar, aber perfekt integriert. Sie verleiht Struktur und Tiefe, ohne das Terroir zu überdecken. Die kalkige Mineralität von Mareuil-sur-Aÿ tritt besonders im langen Finale hervor, das mit salziger Präzision und eleganter Länge beeindruckt.
Der Abgang wirkt nahezu endlos und verbindet Pinot-Noir-Vinosität mit champagnetypischer Frische – ein faszinierendes Spannungsfeld aus Kraft und Finesse.
Der Clos Saint-Hilaire 2007 ist kein Champagner für den schnellen Genuss. Er steht für:
Im Vergleich zu wärmeren Jahrgängen zeigt sich der 2007er etwas fokussierter, mit einer eleganten Linienführung und ausgeprägter Präzision.
Die Intensität und Vielschichtigkeit des Clos Saint-Hilaire 2007 verlangt nach anspruchsvollen Speisen mit Struktur.
Ein herausragender Begleiter ist wilder Turbot „Ikejime“, leicht geröstet und mit einer feinen Kaffee-Jus veredelt. Die Röstaromen greifen die würzigen Nuancen des Champagners auf, während die Textur des Fisches mit der Dichte des Weines harmoniert.
Ebenso hervorragend passt Kalbsrücken mit Morcheln oder ein fein gewürztes Perlhuhn mit Trüffel. Die Kombination aus würziger Tiefe und kalkiger Frische sorgt für eine außergewöhnliche Balance.
Für Liebhaber gehobener vegetarischer Küche empfehlen sich gebratene Steinpilze, Sellerie mit Haselnussbutter oder eine Tartelette mit gerösteten Pilzen. Die nussigen und leicht rauchigen Aromen spiegeln die Fassprägung wider.
Auch gereifter Hartkäse, etwa ein 24 Monate gereifter Comté, bildet eine faszinierende Allianz mit den Mandel- und Bienenwachsnoten des Weines.
Mit nur etwa 4.800 Flaschen weltweit ist die Cuvée Clos Saint-Hilaire 2007 eine echte Micro-Cuvée. Jede Flasche trägt die Handschrift eines einzigartigen Terroirs und einer kompromisslosen Vinifikation.
Wer diese Rarität erwirbt, entscheidet sich für:
Der Clos Saint-Hilaire 2007 ist eine der eindrucksvollsten Interpretationen von Blanc de Noirs in der Champagne – tiefgründig, komplex und von einer seltenen mineralischen Präzision getragen.
Zum Winzer - Champagne Billecart-Salmon
Alkoholgrad: 12% vol
Dosage: 1,9 g/L
Serviertemperatur: 12-14°
Glas: In einem großzügigen Weißweinglas entfaltet der Clos Saint-Hilaire 2007 seine ganze aromatische Komplexität.
Abfüller: Erzeuger Champagne Billecart Salmon, 40 Rue Carnot, 51160 Aÿ, France.



