Quintus

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Château Quintus – Saint-Émilion Grand Cru

Der fünfte Spross der Dillon-Dynastie: Wenn Haut-Brion aufs rechte Ufer zieht

Château Quintus ist der jüngste – und wohl kühnste – Schachzug der Domaine Clarence Dillon, des mächtigen Weingut-Imperiums, das seit fast einem Jahrhundert Château Haut-Brion in Pessac-Léognan beherrscht. Als Prinz Robert von Luxemburg 2011 das Gut Château Tertre Daugay erwarb und es in Quintus umbenannte, folgte er einer klaren Strategie: Die DNA des legendären linken Ufers auf das rechte Ufer zu übertragen. Der Name „Quintus" ist ein bewusster Verweis auf die römischen Wurzeln des Saint-Émilion-Weinbaus – die Gallo-Römer nannten ihren fünften Sohn traditionell so. Für die Dillons, die bereits vier Weingüter besaßen (Haut-Brion, La Mission Haut-Brion, Château Quintus und später Le Clarence de Haut-Brion), war Quintus der fünfte Spross ihrer Weinfamilie. Ein Name, der Geschichte und Ambition in einem Wort vereint.

Doch der Kauf war alles andere als unumstritten. Die Dillons erwarben nicht nur ein Gut, sondern fusionierten zwei klassifizierte Güter – Tertre Daugay und 2013 Château L'Arrosée – zu einem neuen, unklassifizierten Namen. Die lokale Reaktion war skeptisch bis abweisend: „Sie sagten: 'Oh, Domaine Clarence Dillon kommt hierher, erzählt uns Märchen von Drachen und was auch immer. Das ist alles Quatsch; sie wollen uns nur übers Ohr hauen, um Wein zu einem höheren Preis an den asiatischen Markt zu verkaufen'", erinnert sich Prinz Robert. .Der Drache auf dem Etikett – Le Dragon de Quintus, der Zweitwein – ist kein zufälliges Fantasy-Motiv, sondern eine Hommage an die Drachenstatue, die das Gelände überblickt und als Wächter des magischen Terroirs gilt
.

Das Terroir: 62 Meter über Saint-Émilion – das höchste Plateau der Appellation

Die 28 Hektar Weinberge von Château Quintus erstrecken sich auf einem kalkhaltigen Vorsprung, der mit 62 Metern Höhe das höchste Plateau der gesamten Saint-Émilion-Appellation bildet. Diese exponierte Lage bietet ein majestätisches 360-Grad-Panorama, das bis zum Nachbarort und ins Dordogne-Tal reicht. Die geologische Besonderheit liegt in der Diversität der Böden, Hänge und Expositionen – ein komplexes Mosaik aus tonig-kalkhaltigen Ablagerungen, das den Reben optimale Bedingungen für Konzentration und mineralische Tiefe bietet. Dieses Terroir war bereits zwischen 1844 und 1848 unter dem Namen Tertre Daugay eines der 14 begehrtesten und teuersten Crus von Saint-Émilion und wurde im renommierten Weinführer Cocks & Féret fast ein Jahrhundert lang als Premier Cru geführt
Rebsorte Anteil Charakteristik
Merlot 66% Frucht, Fülle, samtige Textur, Pflaumen und Schokolade
Cabernet Franc 26% Eleganz, Würze, florale Noten, Frische, mineralische Tiefe
Cabernet Sauvignon 8% Struktur, Tannine, Lagerpotenzial

Die Reben haben ein durchschnittliches Alter von 30 Jahren . Die Erträge werden streng kontrolliert: Die Anzahl der Früchte pro Rebe wird limitiert, damit die verbleibenden Trauben optimal versorgt werden und reichere, dichtere Säfte entwickeln.


Die Vinifikation: Haut-Brion-Technologie trifft auf rechtes Ufer-Terroir

Die Domaine Clarence Dillon scheute keine Kosten bei der Renovierung der Kellerei. Die Vinifikation folgt dem Haut-Brion-Standard: Manuelle Lese, doppelte Selektion auf Vibrations- und optischen Sortiertischen, Gärung in Edelstahltanks mit sanfter Extraktion durch Remontage oder Pigeage. Der Ausbau des Grand Vin erfolgt 18 Monate in Barriques, wobei die Fässer jährlich erneuert werden. Dieser extrem hohe Neuholz-Anteil – typisch für die Dillon-Philosophie – verleiht dem Wein zusätzliche Tiefe und Komplexität, aber auch eine gewisse Verschlossenheit in der Jugend. Besonders bemerkenswert ist die parzellenspezifische Vinifikation, die die unterschiedlichen Expositionen des 62-Meter-Plateaus berücksichtigt. Jean-Philippe Delmas, der technische Direktor, versteht das enorme Potenzial dieses Landes und vinifiziert mit der gleichen akribischen Präzision, die Haut-Brion weltberühmt machte.
.

Die Weine im Glas: Seidige Eleganz mit mineralischem Rückgrat

Château Quintus Rouge – Der Grand Vin

Der Stil von Quintus ist definiert durch Seidigkeit, Eleganz und eine bemerkenswerte mineralische Tiefe – Eigenschaften, die eher an das linke Ufer erinnern als an typische Saint-Émilion-Opulenz. Prinz Robert beschreibt ihn selbst als „weicher und mit einem gewissen Charme", der im Vergleich zu den tanninlastigeren Dillon-Weinen leicht zu unterschätzen ist.


Le Dragon de Quintus – Der Zweitwein

Der Drache ist der zweite Wein von Château Quintus – benannt nach der Wächterstatue auf dem Plateau. Er ist früher zugänglich, fruchtig und elegant, mit einer reifen Kirschen- und Pflaumen-Profil sowie einem seidigen, verfeinerten Finish . Der 2022er erreichte 93 Punkte und bestätigt die konstante Qualität auch auf Zweitwein-Niveau.

Saint-Émilion de Quintus – Der dritte Wein

Eingeführt 2014, stammt dieser Wein von den tiefer gelegenen Parzellen in der Dordogne-Ebene und bietet einen zugänglichen, frühen Genuss mit weicher Textur und frischer Frucht.


Die große Blindverkostung von 2022: Quintus gegen die Elite

Um die Qualität von Quintus zu beweisen, veranstaltete Prinz Robert 2022 eine gewagte Blindverkostung in Londons exklusivem Oswald's Club. Quintus trat gegen Angélus, Ausone, Cheval Blanc, Figeac und Pavie an – die fünf größten Namen der Appellation .
Das Ergebnis überraschte selbst die skeptischsten Kritiker: In den Jahrgängen 2015, 2016 und 2018 lag Quintus mühelos auf Augenhöhe mit den Premier Crus. James Suckling vergab den Quintus-Jahrgängen durchschnittlich 95-98 Punkte, und Neal Martin bestätigte die stilistische Konsistenz
.

Prinz Robert kommentierte: „Ich behandle Quintus als Premier Grand Cru Classé A von Saint-Émilion. Ich mache keinen Hehl daraus. Mein Gefühl ist, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Markt das erkennt und aufholt".


Biodiversität und Nachhaltigkeit: Ein mediterraner Gürtel

Die ökologische Besonderheit von Château Quintus liegt in seinem mediterranen Gürtel – ein Reservoir der Biodiversität, das das Gut umgibt, sowie in den Wäldern und Parks der Anlage. Eine Inventur 2020 enthüllte eine seltene Fülle von Arten, die sich im Weinberg, in den Hecken und den umliegenden Wäldern entfalten. Diese natürliche Umgebung ist kein Zufall, sondern integraler Bestandteil der Dillon-Philosophie: Terroir schützt sich selbst, wenn man die Natur nicht bekämpft, sondern mit ihr arbeitet.


Besonderheiten, die Quintus auszeichnen

  1. Höchstes Plateau Saint-Émilions: 62 Meter über dem Meeresspiegel – einzigartige Exposition und Panorama..
  2. Dillon-DNA: Die gleiche akribische Präzision, die Haut-Brion weltberühmt macht, nun auf dem rechten Ufer..
  3. Drachen-Mythologie: Die Wächterstatue und der Zweitwein „Le Dragon" schaffen eine unverwechselbare Markenidentität..
  4. Blindverkostung 2022: Quintus bewies auf Augenhöhe mit Angélus, Ausone, Cheval Blanc, Figeac und Pavie zu stehen..
  5. Prinz Roberts Vision: „Ich behandle Quintus als Premier Grand Cru Classé A" – eine ambitionierte, aber nicht unbegründete Positionierung..
  6. Historische Premier-Cru-Würde: 1844-1848 als Tertre Daugay eines der 14 teuersten Crus, fast ein Jahrhundert als Premier Cru geführt..
  7. 28 Hektar unter einem Dach: Durch Fusion von Tertre Daugay, L'Arrosée und Grand Pontet eine der größten zusammenhängenden Flächen der Appellation
    .

Servierempfehlung und Lagerfähigkeit

Château Quintus ist ein Wein der Geduld und der Belohnung. Der Grand Vin sollte mindestens 8-12 Jahre reifen, entfaltet sein volles Potenzial aber erst nach 15-25 Jahren. Die besten Jahrgänge (2015, 2016, 2018, 2019, 2020, 2022) können problemlos 30-40 Jahre gelagert werden
.
Serviertemperatur: 16-18 °C nach 2-3 Stunden Dekantation für junge Jahrgänge, ältere Weine profitieren von sanfter Belüftung.
Als kulinarische Begleiter eignen sich Lammkarree mit Kräuterkruste, gegrilltes Entrecôte, geschmorte Short Ribs, Wildgerichte, Trüffelrisotto und gereifter Hartkäse.

Fazit

Château Quintus ist die Geschichte eines kühlen, kalkulierten Risikos. Die Dillons wagten den Sprung vom linken aufs rechte Ufer, fusionierten zwei klassifizierte Güter zu einem neuen Namen und stellten sich der Skepsis der lokalen Tradition. Doch die Qualität des 62-Meter-Plateaus, die Haut-Brion-Technologie und die unermüdliche Überzeugungsarbeit von Prinz Robert haben Quintus in weniger als zwei Jahrzehnten an die Spitze der Appellation geführt.
Die Kombination aus historischem Erbe (Tertre Daugay als Premier Cru 1844), einzigartigem Terroir (höchstes Plateau, 360-Grad-Panorama), visionärer Leitung (Prinz Robert, Jean-Philippe Delmas) und der unverwechselbaren Dillon-Präzision macht Quintus zu einem der faszinierendsten und am schnellsten aufsteigenden Weine des Bordeaux.

Die Weine bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für ihre Qualität – besonders im Vergleich zu den offiziellen Premier Crus – und sind sowohl für den langfristigen Genuss als auch für die Generationen übergreifende Kellerreifung bestens geeignet. Wer Saint-Émilion in seiner modernsten, ambitioniertesten Form erleben möchte – mit dem Know-how eines Premier-Cru-Imperiums, dem Blick auf die Zukunft und der unverwechselbaren Handschrift von Haut-Brion – findet hier einen der charaktervollsten Vertreter der Appellation.


Technische Daten: Chateau QUINTUS
Rebfläche: 28.0 ha , Rebenalter: 30 Jahre Rebsatz: Merlot 66%, Cabernet Franc 26%, Cabernet Sauvignon 8%. Durchschnittliche Jahresproduktion: ca. 40 000 Flaschen Durchschnittlicher Ertrag: 40hl/ha Vinifikation und Ausbau: temperaturgeregelte Gärung und Maischung, 16 bis 18-monatiger Ausbau in zu 30 bis 40% neuen Eichenfässern.


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