Grand Mayne

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Château Grand Mayne – Saint-Émilion Grand Cru Classé

Ein Gut, das Geschichte atmet – seit fast 500 Jahren

Wenn man das steinerne Herrenhaus von Château Grand Mayne zum ersten Mal erblickt, mag man zunächst an ein Kloster oder eine mittelalterliche Festung denken. Die niedrigen Gebäude, die das Anwesen umgeben, wirken wie Wirtschaftsgebäude aus längst vergangenen Zeiten. Doch der erste Eindruck täuscht: Hinter diesen Mauern aus regionalem Kalkstein verbirgt sich einer der traditionsreichsten und zugleich innovativsten Weingüter des rechten Bordeaux-Ufers
.
Die Wurzeln von Grand Mayne reichen zurück bis ins späte 15. Jahrhundert, als die Laveau-Familie den Grundstein für das heutige Gut legte. Unter Jean Laveau erlebte das Anwesen im 18. Jahrhundert seine erste Blütezeit – die Weine wurden im renommierten Féret-Weinführer von 1846 hoch gelobt, und zusammen mit Figeac und Soutard zählte Mayne zu den bedeutendsten Gütern von Saint-Émilion Doch ohne direkte Erben zerfiel das Laveau-Imperium, und verschiedene Besitzer folgten einander, bis das Gut im frühen 20. Jahrhundert den Namen „Grand Mayne“ erhielt.
Die moderne Ära begann 1934, als Jean Nony, ein erfolgreicher Weinhändler aus dem Bordeauxer Stadtteil Chartrons, das Gut von der Familie Berbudeau erwarb Seitdem führt die Familie Nony das Weingut – heute in dritter Generation mit Jean-Antoine und Damien Nony, die seit 2020 gemeinsam mit ihrer Mutter Marie-Françoise das Erbe ihres Vaters Jean-Pierre weiterführen
.

Das Terroir: Ein natürliches Amphitheater

Das 17 Hektar große Weingut von Château Grand Mayne bildet eine einheitliche, zusammenhängende Parzelle – eine Seltenheit in Saint-Émilion. Die Reben wachsen in einem idealen natürlichen Amphitheater am Hang und am Fuß des Kalkstein-Plateaus von Saint-Émilion Die Böden sind von bemerkenswerter Komplexität: Am Hang dominiert Ton-Kalkstein, während sich am Fuß des Hügels eine Mischung aus Ton und altem Sand über einer Tonschicht findet. Dieses mosaikeartige Terroir ermöglicht es dem Gut, die verschiedenen Rebsorten optimal auszubringen und Weine von außergewöhnlicher Feinheit und Lagerfähigkeit zu keltern.
Das Gut selbst ist ein architektonisches Juwel: Das im 16. Jahrhundert errichtete Herrenhaus und die im 17. Jahrhundert hinzugefügten Wirtschaftsgebäude sind aus Stein der regionalen Kalksteinbrüche gebaut. Die Architekten errichteten bewusst einen langen Westflügel, um das Schloss vor den atlantischen Westwinden zu schützen – ein halbrunder Torbogen in der Mitte erlaubte einst die Durchfahrt für Pferdefuhrwerke
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Die Rebsorten: Merlot dominiert, Cabernet Franc verfeinert

Die Weinberge von Grand Mayne sind durchgehend mit 80 % Merlot, 15 % Cabernet Franc und 5 % Cabernet Sauvignon bestockt. Die Reben haben ein durchschnittliches Alter von 35 bis 38 Jahren – ein Alter, das für optimale Konzentration und Komplexität sorgt. Interessant ist die jüngere Entwicklung: Unter der Leitung von Jean-Antoine Nony hat das Gut begonnen, den Anteil an Cabernet Franc sukzessive zu erhöhen. Das langfristige Ziel liegt bei 35 % Cabernet Franc im Weinberg – eine mutige Entscheidung, die den Weinen mehr Eleganz, Frische und mineralische Spannung verleihen soll.
Die Lese erfolgt ausschließlich von Hand, und die Weinbereitung findet in temperaturgeregelten Holz- und Edelstahltanks statt. Die malolaktische Gärung wird präzise gesteuert: 40 % in neuen Barriques, 40 % in ein- und zweijährigen Fässern und 20 % in Holztanks..

Die Vinifikation: Bordeaux-Tradition trifft moderne Präzision

Der Ausbau der Weine erfolgt über 18 Monate in französischen Eichenfässern, wobei 70 % neue und 30 % einjährige Barriques zum Einsatz kommen. Dieses Verhältnis sorgt für eine harmonische Integration von Holz und Frucht, ohne dass die Eiche den Terroir-Charakter überdeckt. Besonders bemerkenswert ist die Philosophie der Nony-Familie: „Ein Wein muss sein Terroir widerspiegeln, seine Herkunft. Wir glauben fest daran, dass die Einzigartigkeit der Lage des Weinbergs fundamental für die Konzeption eines großen Weins ist. Es kann nie einen großen Wein ohne einen großen Weinberg geben“. Diese Haltung manifestiert sich in akribischer Arbeit im Weinberg, präziser Kellertechnik und sorgfältigem Ausbau.
Die jährliche Produktion umfasst etwa 54.000 Flaschen des Grand Vin – eine vergleichsweise überschaubare Menge, die Exklusivität und Qualitätsbewusstsein garantiert.


Die Weine im Glas: Eleganz, Kraft und Lagerpotenzial

Château Grand Mayne Rouge – Der Grand Vin

Im Glas präsentiert sich Château Grand Mayne von tiefdunkler, fast opaker Farbe. Die Nase entfaltet ein komplexes Bouquet aus reifen Schwarzkirschen, Pflaumen, dunklen Beeren, begleitet von feinen Noten von Lakritz, Vanille und edlen Gewürzen. Mit zunehmender Luftzugabe zeigen sich Tabak, Zedernholz und ein Hauch von Schokolade. Am Gaumen überzeugt der Wein durch seine mittlere bis volle Struktur, seidige Tannine und eine lebendige Säure, die ihm Eleganz und Länge verleiht. Die Frucht ist reif und süß, aber niemals überladen – eine Balance, die den jüngeren Jahrgängen (ab 2015) zunehmend offene und zugängliche Charakteristik verleiht, ohne die ausgezeichnete Lagerfähigkeit zu opfern
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Besonders die Jahrgänge unter der neuen Führung zeigen eine beeindruckende Entwicklung: Der 2015er wurde von Kritikern als „tief und dunkel, mit reifen, erhabenen Schwarzkirsch- und Pflaumenaromen, süßer Vanille und einem langen, würzigen Finale“ beschrieben. Der 2020er erhielt 94 Punkte von Lisa Perrotti-Brown und 92 Punkte von James Suckling – ein Beweis für die konsequente Qualitätsoffensive.


Les Demoiselles de Grand Mayne – Der Zweitwein

Neben dem Grand Vin produziert das Gut einen Zweitwein, der die gleiche philosophische Handschrift trägt, aber für den früheren Genuss konzipiert ist. Fruchtiger, zugänglicher und mit kürzerem Ausbau bietet er einen hervorragenden Einstieg in die Welt von Grand Mayne.


Besonderheiten, die Grand Mayne auszeichnen

  1. Drei Generationen Nony-Familie: Seit 1934 im Besitz der Familie, heute geführt von Jean-Antoine und Damien Nony – eine Kontinuität, die sich in jedem Glas widerspiegelt.
  2. Beraterwechsel als Qualitätssprung: Nach der Ära mit Louis Mitjavile (bekannt von Tertre Roteboeuf) arbeitet das Gut heute mit Michel Rolland zusammen – ein klarer Fokus auf moderne, präzise Weinbereitung.
  3. Architektonisches Erbe: Das Gut steht unter Denkmalschutz und bietet Besuchern nicht nur Weinverkostungen, sondern auch einen Einblick in die Geschichte der Region
    .
  4. Weintourismus-Award: Château Grand Mayne wurde für seine Besuchererfahrung ausgezeichnet und bietet geführte Touren, Verkostungen und thematische Workshops an. .
  5. Jubiläumsjahrgang 2024: Der Jahrgang 2024 feiert das 90-jährige Jubiläum der Nony-Familie am Gut – mit einer speziellen Etikettengestaltung
    .

Servierempfehlung und Lagerfähigkeit

Die Rotweine des Grand Vin entfalten ihr volles Potenzial nach mindestens 5-7 Jahren Flaschenreife und können problemlos 15-20 Jahre gelagert werden. Vor dem Genuss empfiehlt sich eine Dekantation von etwa einer bis zwei Stunden, um das volle Aromaspektrum zu entfalten. Serviertemperatur: 16-18 °C. Als Begleiter zu kräftigen Gerichten entfaltet sich der Wein am besten: Gegrilltes oder geschmortes Lamm, Rinderbraten, reifer Hartkäse oder Pilzgerichte mit kräftigen Soßen sind ideale Partner
.

Fazit

Château Grand Mayne ist ein Gut, das seine fast 500-jährige Geschichte mit moderner Innovationskraft verbindet. Von den kraftvollen, extraktreichen Weinen der frühen 2000er Jahre hat sich das Gut unter der jungen Generation zu einem Stil entwickelt, der Eleganz, Frische und Terroir-Ausdruck in den Vordergrund stellt. Wer Saint-Émilion in seiner vielschichtigsten Form erleben möchte – mit der Kraft des Merlot, der Spannung des Cabernet Franc und der mineralischen Tiefe des Kalkstein-Terroirs – findet in Grand Mayne einen der faszinierendsten Vertreter der Appellation. Die Weine bieten dabei ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für ein Grand Cru Classé und sind sowohl für den kurzfristigen Genuss als auch für die langfristige Kellerreifung bestens geeignet.


Technische Daten: Chateau Grand Mayne

Rebfläche: 17 ha , Rebenalter: 40 Jahre Rebsatz: Merlot 76%, Cabernet Franc 13%, Cabernet Sauvignon 11%, Durchschnittliche Jahresproduktion: 60 000 Flaschen Durchschnittlicher Ertrag: 31.7 hl/ha Vinifikation und Ausbau: 30-tägige temperaturgeregelte Gärung und Maischung, 14 bis 20-monatiger Ausbau in zu 70% neuen Eichenfässern.


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